Wilson Audio

Standlautsprecher
Wilson Audio Alexandria XLF
Alexandria XLF

Die Referenz

 

Die Alexandria XLF kommt als neues Mitglied zur Alexandria-Familie hinzu, nicht als Ersatz für die Serie 2, sondern als messbar besserer Bruder. Während der erkennbare Alexandria-Formfaktor aufrechterhalten wurde, hat die Alexandria XLF ein physikalisch um 14 % größeres Bassvolumen. Dickere Gehäusewände und zusätzliche Verstrebungen machen auch ihr Gehäuse deutlich stabiler. Mit der Alexandria XLF ist die Technologie des passiven Bassmanagements eingeführt worden, das in der Audiowelt einzigartig ist. Die Alexandria XLF hat einen neuen Convergent Synergy-Hochtöner, eine neue Weiche und eine Menge neuer Bauteile, die alle durch langwierige und gewissenhafte Hörtests ausgewählt wurden.

Seit der Zeit, als Dave Wilson begann, in seiner Garage Lautsprecher zu bauen, hat er immer noch die gleiche Passion: Er will die Wiedergabe des Musik der Realität so nahe als nahe möglich bringen. Obwohl er sich sehr wohl über die Beschränkungen im Klaren ist, die durch die verfügbare Treibertechnologie, die Gehäusematerialien und die Gesetze der Physik seinem Traum auferlegt sind, bleibt er bei seiner Zielstellung. Dave ist ein Idealist. Wilson Audio hat stets den Begriff "wahrgenommener Wert" abgewiesen. Unser einziges Maß besteht im innewohnenden Wert. Bei einem Markt, auf dem immer mehr Lautsprecher mit einem Preis von über 100,000 US-Dollar erscheinen, ergibt sich die Frage: Wie kann der anspruchsvolle Musikliebhaber Produkte mit einem authentischen Wert von Produkten unterscheiden, die lediglich in die Mystik von Exklusivität und hohem Preis eingehüllt sind?

Das Ziel besteht in der Wiedergabe von Livemusik. Die Logik gebietet, dass sich der Entwickler an einer gewissen Stelle auf seine Hörwahrnehmung verlassen muss, um einzuschätzen, wie stark oder wie wenig der wahrgenommene Klang dem Liveereignis nahe kommt. Einige Entwickler in der Audioindustrie bleiben bei ihrer Meinung, dass die Bewertung des Erfolges eines Design über Hörtests subjektiv und unwissenschaftlich ist. Sie glauben, dass man sich nur mit der Anwendung der richtigen Theorien bzw. der strikten Einhaltung eines bestimmten Satzes von Messwerten zuverlässig dem Ideal nähern kann. Dave ist kompromisslos in Bezug auf die Nutzung seines Gehörs als Design-Werkzeug. Der Grund hierfür ist: Während die Wiedergabetreue des Liveereignisses möglicherweise schwer zu messen ist, so ist das "Hören" selbst für den gelegentlichen Hörer nicht schwer. Wenn das "Hören" gründlich und diszipliniert, d.h. empirisch wird, kann es einen großen Nutzen in sich tragen. Dave macht jährlich eine "Pilgerreise" zu den großen Konzerthäusern Europas, vor allem zum Wiener Konzertverein, um dort "sein Gehör neu zu kalibrieren". Es ist mehr als persönlicher Geschmack, was klassische Livemusik als höchstes Gut seiner musikalischen Referenz rechtfertigt. Neben dem ausgefeilten Zusammenspiel von tonaler und harmonischer Einfärbung und einer breiten Dynamik, wie es für das Orchesterrepertoire typisch ist, nimmt die klassische Musik, die in einem großen Saal wie dem des Wiener Konzertvereins aufgeführt wird, die Qualität des Aufführungsortes an. Mit viel Geschick und Erfahrung schufen die Erbauer dieses Konzerthauses einen Raum, der den Klang der Musikinstrumente auf eine besonders betörende Art und Weise belebt.

Dave hat viel Zeit dafür aufgewendet, die Akustik beim Wiener Musikverein zu analysieren. Er stellte fest, dass die Klangsignatur in hohem Maße durch die Zeitdauer zwischen dem Anfangsklang des Orchesters und den frühesten Reflexionen im Saal definiert ist. Er machte sich daraufhin daran, einen neuen Mitteltönertreiber zu bauen, der in der Lage war, diese feinen musikalischen Einsätze (Cues) aufzulösen. Das Ergebnis bestand im Mitteltönertreiber von Wilson Audio, der zuerst beim Alexandria Series 2 genutzt wurde. Seitdem ist eine modifizierte Version entwickelt worden, die in jeden weiteren Lautsprecher von Wilson Audio integriert worden ist. Unabhängig von der Art der wiedergegebenen Musik offenbart der Mitteltönertreiber von Wilson Audio ein neues Niveau an Detaillierung und Feinheit, welches das menschliche Gehör als hochwertige Livemusik erkennt. Es war das direkte Ergebnis von akribischen wissenschaftlichen Untersuchungen, denen sich umfassende Hörvergleiche anschlossen. Die über viele Jahre gesammelten Erfahrungen lehrten Dave Wilson, dass praktisch kein Detail zu trivial ist, um nicht untersucht werden zu müssen. Zum Beispiel die Verdrillungsverhältnissen bei der internen Verdrahtung oder die Metallbeschaffenheit der Widerständekühlkörper, da in diesen Wirbelströme induziert werden können, die eine negative Rückwirkung auf die Widerstände haben. Dave Wilson prüfte genauestens Kondensatoren und Induktivitäten von verschiedenen Herstellern und sogar das Lötmaterial zum Verbinden all dieser Bauteile. Nach all diesen Tests baute er diese Bauteile in seinen Alexandria XLF ein und testete in einer kontrollierten und wiederholbaren Hörumgebung.

 

 

Der Hochtöner - Entwicklung des Convergent Synergy-Hochtöners
Die Hochtönertechnologie hat sich in den letzten zehn Jahren weiter entwickelt, was neue Designs unter Verwendung von ausgefallenen Materialien wie z.B. Diamant und Beryllium involvierte. Die Befürworter dieser Designs priesen deren äußerst große Bandbreite, die in einigen Fällen 50 kHz überschritt. Die fachliche Argumentation war folgende: Wenn die Resonanzfrequenz (bzw. der Break-Up-Modus) weit über das hörbare Spektrum hinausgeschoben wird, dann wird innerhalb des hörbaren Bereiches eine größere Linearität erzeugt. Dave Wilson und sein Technikerteam begannen mit einem drei Jahre dauernden Prozess der Testung und Bewertung neuer Designs, die auf den Markt gebracht werden sollten. Um mit dem Maßstäbe setzenden Mitteltöner von Wilson Audio vergleichbar zu sein, hatte man den Titan-Hochtöner bereits mit hohem Aufwand neu entworfen, indem das Hochfrequenz-Rauschen abgesenkt wurde. Dies wurde vorrangig durch eine verbesserte Kontrolle der Rückwellenreflexionen erreicht. Zur gleichen Zeit begann auch die Arbeit an einem ganz neuen Design, der aus dem Wunsch geboren war, jeder Spur zu folgen, die zu Technologien führen könnte, welche Dave's Lautsprecher zum Liveereignis machen.

Bei den Tests der Hochtöner zeigte sich sehr schnell, dass sie häufig bis 50 kHz wiedergeben konnten, indem die Masse ihrer Treiber verringert wurde. Dies brachte aber mindestens zwei Beschränkungen für deren Leistungsfähigkeit mit sich. Erstens konnten sie nicht den dynamischen Kontrast erreichen, wie er für einen Lautsprecher von Wilson Audio benötigt wird. Zweitens konnten sie nicht tief genug wiedergeben, für einen 1,2-kHz-Übergang, was der Mitteltönertreiber von Wilson Audio fordert. Am interessantesten ist die folgende Tatsache: Keiner der neuen ausgefallenem Entwürfe wurde dem dynamischen Kontrast und dem harmonischen Ausdruck des existierenden Titan-Entwurfes von Wilson Audio gerecht.

Dave's Enttäuschung in Bezug auf die handelsüblichen Designs führte zu der Entscheidung, einen eigenen Hochtöner zu entwickeln. Das Ergebnis dieser Bemühungen besteht im Convergent Synergy-Hochtöner. Er hält all die Stärken des existierenden Treibers von Wilson Audio aufrecht: den großen dynamischen Kontrast, den harmonischen Ausdruck, das außergewöhnliche Leistungshandling und die geringe Verzerrung. Der Convergent Synergy-Hochtöner ist wesentlich flacher in seinem Frequenzgang und ist durch eine außergewöhnliche Klangverteilung außerhalb der Achse charakterisiert. Mit einer etwas geringeren bewegten Masse bringt er eine Frequenzerweiterung auf 33 kHz. Wie die Bezeichnung des Hochtöners schon sagt, konvergieren diese Qualitäten mit den Vorteilen der Designs mit einer ultrabreiten Bandbreite, und das mit keinem ihrer klanglichen bzw. technischen Nachteile. Der Convergent Synergy-Hochtöner ist ein äußerst synergetischer Kompagnon des Mitteltöners von Wilson Audio.

Dave sagte zum Alexandria XLF-Projekt: "Wenn sich irgendeine Verbesserungsmöglichkeit abzeichnete, dann durfte diese für keinen anderen Leistungsbereich einen Kompromiss bedeuten. Der Convergent Synergy-Hochtöner ist ein spürbares Ergebnis dieser Maxime und ein wichtiger Teil des beim XLF hörbaren Fortschrittes in Richtung des Idealzustandes."

 

Das Cross Load Firing-Portsystem
Es ist leicht, in einer reflexionsfreien Kammer einen flachen Frequenzgang zu erzielen. In der realen Welt hängt der Klang der Lautsprecher jedoch in hohem Maße vom Raum ab, in dem sie aufgestellt sind. Die raumbedingten Bass-Nichtlinearitäten sind ein Problem, das die Schaffung einer Unmenge von Lösungen bewirkt hat. Eine der üblichsten Lösungen besteht in der aktiven Egalisierung, oftmals mit einer Verarbeitung im digitalen Bereich. Deren Nachteil besteht darin, dass die Einfügung eines elektronischen Equalizers in das Audiosignal schädliche hörbare Wirkungen im restlichen Teil des Frequenzspektrums hat.

Wilson Audio hat stets einen puristischen Lösungsweg für das Bassmanagement angestrebt, wobei der Schwerpunkt auf Lösungen lag, die einen guten Klang in einem breiten Bereich von unterschiedlichen Räumen implizieren. Eine kritische Raumplatzierung der Lautsprecher durch Verkaufs- bzw. Installationspersonal hat sich als erfolgreichster und effizientester Weg zur Bewältigung der meisten raumbedingten Einfärbungen erwiesen. Bei mehr als 500 genutzten Alexandria-Lautsprechern weltweit hat Dave festgestellt, dass es bestimmte Arten von Räumen gibt, in denen die Alexandria X-2 im Tiefbass dünn klingen kann. Dies zeigt sich oft in Räumen mit viel Glas darin und dort, wo die gewünschte Hörposition nahe der Raummitte war. In der Raummitte existiert für niederfrequente Klangwellen eine natürliche Nullzone.

Dave konzipierte das Cross Load Firing-Portsystem als eine effektive Abhilfe für dieses Raumartefakt. Das war eine elegante und einfache Idee. Der Nutzer kann sich mit Hilfe des Cross Load-Systems (mit anhängigem Patent) für eine Konfiguration mit nach vorn oder mit nach hinten abstrahlenden Port entscheiden. An der Vorderseite des Alexandria XLF befindet sich unterhalb der Tieftöner eine markante Aluminiumplatte mit gebürsteter Oberfläche, auf der das Alexandria XLF-Logo zu sehen ist. In Räumen, in denen eine Abstrahlung nach hinten zu einer Überlastung des Basses neigt, ist es ganz einfach nur erforderlich, die Frontplatte und den Portverschluß zu entfernen, diese Teile hinten anzubringen und die turbulenzarme Verkleidung an der Vorderseite anzubringen. Damit wird der Portausgang zur Vorderseite des Alexandria XLF verschoben.

 

 

Eine technische Herausforderung
Obwohl der neue Lautsprecher die unverwechselbare Form und Linien des Alexandria Series 2 (siehe links) beibehält, hat sich die Architektur des Alexandria XLF (siehe rechts) dahingehend entwickelt, neue Technologie zu unterstützen. Das Cross Load Firing (XLF)-Portsystem diktierte ein größeres Bassgehäuse. Es ist 14 % größer als das der Alexandria Series 2. Durch das vergrößerte Volumen konnten die Techniker die Basswiedergabe der Alexandria XLF noch linearer und raumfreundlicher machen. Unter Anwendung der neuesten Analysetechnologie haben die Mechaniker von Wilson Audio das Tieftönergehäuse überarbeitet, die Gehäusewandungen verstärkt und die Internverstrebungs-Geometrie neu gestaltet. Der Gehäusebeitrag in der Bassregion ist beim der Alexandria X-2 extrem gering. Bei der Alexandria XLF ist das Gehäuse sogar noch stabiler.

Wilson Audio hat bei der Übernahme von Produktverbesserungen von einem Design zum restlichen Teil der Produktlinie eine lange Tradition. Dies bedeutet manchmal, dass ein teureres Modell von Technologie profitiert, die bei einem preiswerteren Lautsprecher eingeführt wurde. Das S-Material, das zuerst beim Sasha W/P als Ablösung des ehrwürdigen WATT/Puppy von Wilson Audio eingesetzt wurde, ist ein äußerst steifes, stark gedämpftes Verbundmaterial auf Epoxidbasis. Es wurde speziell für einen schönen Mitteltonbereich und für eine extrem geringe Resonanz entwickelt. In Kombination mit X-Material verringert das S-Material das mess- und hörbare Rauschen und die Einfärbung im Mitteltonbereich. Die Alexandria XLF ist ohne Frage der komplexeste Lautsprecher, den Wilson Audio je hergestellt hat. Nach Aussage des Mechanikers Blake Schmutz erfordert allein die CNC-Fräsbearbeitung der Teile für einen Alexandria XLF eine ganze Arbeitswoche mit acht Stunden pro Tag, nur um eine! Alexandria fertig zu bekommen.

Für den Idealisten Dave Wilson spielen die Größe, das Gewicht und die Fertigungskomplexität der Alexandria XLF keine große Rolle, wenn es darum geht, einen Lautsprecher herzustellen, der die Alexandria Series 2 in jeder Hinsicht übertrifft und den Hörer einen unverkennbaren Schritt näher an das Erleben eines musikalischen Liveereignisses heranbringt. Dave ist ein Idealist, er ist aber auch ein disziplinierter Empiriker. Der Idealist Dave beharrt auf dem Standpunkt, dass kein Detail zu unbedeutend ist, um nicht genau untersucht zu werden. Der Empiriker Dave weiß, dass man nur allzu leicht von den technologischen Versprechungen eines gegebenen Bauteiles verführt werden kann.Hören Sie, wie sich diese maßgeblichen Charakteristika beim neuen "Flaggschiff"-Lautsprecher von Wilson Audio ausgezahlt haben.

 

 

 

Alexandria XLF

Gehäusetyp des Tieftöners: XLF-Port, einstellbar auf Abstrahlung nach hinten oder vorn

Gehäusetyp des Mitteltöners: Belüftung an der Hinterseite

Gehäusetyp des Hochtöners: Abgedichtet

Tieftöner: 1 x – 13 Zoll (33,0 cm), 1 x – 15 Zoll (38,1 cm)

Mitteltöner: 2 x – 7 Zoll (17,8 cm)

Hochtöner: 1 x – 1 Zoll (2,5 cm), Haube aus Seidengewebe

Superhochtöner: 1 x – 1 Zoll (2,5 cm), Haube aus Seidengewebe, nach hinten abstrahlend

Empfindlichkeit: 93,5 dB bei 1 W

Nennimpedanz: 4 Ohm / 3,2 Ohm minimal bei 1 Hz

Minimale Verstärkerleistung: 7 W pro Kanal

Frequenzgang: ± 3 dB, 19,5 Hz ... 33 kHz

Gesamtabmessungen: Höhe – 178,4 cm, Breite – 50,4 cm, Tiefe – 70,80 cm

Systemgewicht pro Kanal: Ca. 297,1 kg

Liefergewicht des Gesamtsystems: Ca. 866,4 kg

Alexandria XLF
Das passt zur Wilson Audio Alexandria XLF