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Prof. Keith O. Johnson
Prof. Keith O. Johnson

Keith O. Johnson: Recording and Audio Engineer Extraordinaire

 

KOJBW

 

 

Keith O. Johnson ist ein Aufnahmetechniker, dessen mehr als 150 Ausgaben im Klassik- und Jazzbereich, die zwei Grammy-Siegerausgaben und sieben für Best Engineered Classical Recording nominierte Ausgaben einschließen. Keith gründete zusammen mit Gauss die Firmen Microsonics und Reference Recordings und hält zahlreiche Patente. Auf der 125. AES Convention in San Francisco verlieh ihm die Audio Engineering Society vor kurzem eine Silbermedaille für seine hervorragenden, über mehr als 40 Jahre lang geleisteten Beiträge zur ständigen Verbesserung der Audioqualität von Aufnahmen durch Innovationen in den Bereichen der analogen und digitalen Aufnahmetechnologien, der Schallgeber und der Musikaufnahmetechniken. Außerdem ist er Lifetime Member der Audio Engineering Society.

Keith studierte Computerwissenschaft, Biologie und Musik an der University of California (UCLA) und unternahm ein weiterführendes Studium auf dem Gebiet der Elektronik an der Stanford University. Aus diesem guten und ausreichenden Grund hat man ihm den Titel "Professor" verliehen: In der High-End-Gemeinschaft kennen ihn die meisten nur als Prof. Keith O. Johnson.

Biographie
Keith de Osma Johnson (KOJ), der am 29. März 1938 geboren wurde, war ein Einzelkind, das schon von jungen Jahren an ein instinktives Gespür für Kreativität und Innovation hatte. Während seiner Grundschulzeit zeichnete ihn die Ampex Corporation mit einem Stipendium und einem Trainingpro­gramm für sein Dreikanal-Recorder- und Mikrofonprojekt aus. In den sechziger Jahren entwickelte er die photolithografische Konstruktion von Magnetköpfen an der Stanford University, wobei er von Sherman Fairchild beraten wurde, und wandte seine eigene geschützte Focused Gap-Technologie auf die Master Recorder und später, als er zusammen mit Gauss die Firma Electrophysics gründete, auf die superschnellen Bandduplizierer an. Nach den Worten von Prof. Johnson, hat dies quasi über Nacht das ganze Gebiet der Aufnahmetechnik buchstäblich revolutioniert.

Eines ist für die Audiophilen und die Musikliebhaber von besonderem Interesse: Während seines Studiums an der Stanford University in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts schuf Prof. Johnson einen transistorisierten Dreikanal-Recorder, den er bei mehr als 100 Aufnahmen einsetzte. Er sagt: "Er hat ein Bias von 3,5 MHz und läuft immer noch. Ich dachte: Wenn ich das Magnetfeld auf das Band fokussieren könnte, dann könnte ich auch einige Verluste loswerden, die normalerweise beim Aufnehmen auftreten. Und es funktionierte.”

Prof. Johnson trug mit seinem Wissen zur Video Disc der Firma MCA DiscoVision bei, führte Orchesterwerke für das Armed Forces Radio aufnahmetechnisch aus und konzipierte einen optischen CCD-Scanner, das Colortek-System, das Rauschen von beschädigten Film-Soundtracks entfernt. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts arbeitete er mit der Rockband Ambrosia zusammen und entwickelte gemeinsam mit dem Produzenten Alan Parsons das Projectron, eines der ersten Tools zur Integrierung eines ausdrucksstarken polyphonen Samplings.

Im 1976 tat er sich mit dem Produzenten Tam Henderson und der Produzentin Marcia Martin zusammen, um Reference Recordings zu gründen und eine Vielzahl von High-End/Halbgeschwindigkeits-LPs und High-Definition-CDs (DDDs) herauszugeben. Prof. Johnson entwickelte zusammen mit Pflash Pflaumer die HDCD-Technologie. Im Jahre 1996 gründeten die beiden die Firma Pacific Microsonics, um das Konzept des hochauflösenden Audio in der Praxis zu realisieren. Im Jahre 2000 kaufte Microsoft Pacific Microsonics auf und integrierte die HDCD-Technologie in seine PC-Angebote. Prof. Johnson beriet sich in der Folge mit Microsoft und entwickelte ein Projekt. Es handelte sich um das Speaker-Correction-Projekt, das eine modellierte Korrektur der Lautsprecher mit dem Ziel der Verbesserung des Computerklanges zum Ziel hatte und in der Windows XP-Software seinen Niederschlag fand.

Des Weiteren hat Prof. Johnson als Director of Engineering bei der Spectral Audio Inc. seit mehr als 25 Jahren die Vertical Dimension Topology ständig weiterentwickelt. Bei dieser Topologie "fällt" das elektrische Audiosignal entlang der Z-Achse in die Verstärkerschaltungstechnik, um die Wechselwirkung von elektromagnetischen Feldern, die Rauscherscheinungen verursachen, auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Er hat außerdem auch die Focused Power Geometry-Schaltungsarchitektur entwickelt. Dabei handelt es sich um ein verteiltes Array, bei dem sich physisch zu jeder Audioeinheit eines Spectral-Leistungsverstärkers eine separate Stromversorgungseinheit befindet.

Bemerkenswerteste Errungenschaften
Keith Johnson, der für seine mehr als 50 Jahre lang währende Pionierarbeit auf dem Gebiet der Aufnahmetechnik und des Gerätedesigns hohe Anerkennung gefunden hat, nahm auf dem Gebiet des hochauflösenden Audio stets eine führende Rolle ein. Er hat fast 150 Klassik- und Jazzalben aufnahmetechnisch ausgeführt. Das schließt die bereits genannten Grammys für Engineered Classical Recording. Beispiele für weitere Auszeichnungen sind: zwei NAIRD Indy Best Recordings und zwei Golden Ear-Auszeichnungen von The Abso!ute Sound. Viele sehen sein Meisterwerk in seinen Arbeiten auf dem Gebiet der A/D- und D/A-Wandlung, was seine Mitwirkung an der Entwicklung der HDCD-Technologie einschließt.

Sein Wirken bei Spectral Audio hat maßgeblich zur Schaffung einiger hochgeachteter Vorverstärker, Leistungsverstärker, D/A-Wandler und CD-Player beigetragen. Das nicht mehr hergestellte Model Two von Pacific Micosonics, bei dem er der führende Designer war, wird von vielen anerkannten Aufnahme- und Mastering-Technikern immer noch als der beste A/D-Wandler betrachtet, der je gebaut wurde.

 

Zusammenfassung

Prof. Johnson ist eine einzigartige Kombination von:

  • einem Weltklassetechniker auf dem Gebiet des analogen Audio, was das Schaltungsdesign und die Layouttopologie einschließt,
  • einem Weltklassetechniker auf dem Gebiet des digitalen Audio, was das Schaltungsdesign und die Layouttopologie einschließt,
  • einer Person mit hohem Fachwissen auf dem Gebiet der Psychoakustik und
  • einem hoch angesehenen Aufnahmetechniker, der die Komponenten seines eigenen, anwendungsspezifisch angepassten Aufnahmesystem selbst designt.

Nach Meinung von Robert Harley, dem Herausgeber von The Absolute Sound, ist Keith Johnson der Miterfinder der HDCD-Technologie, der Aufnahmetechniker sämtlicher Reference Recordings-Projekte und der Designer für die Produkte von Spectral Audio.

 


 

AUSZEICHNUNGEN UND NOMINIERUNGEN

Aufnahmen von Prof. Keith O. Johnson als Grammy-Gewinner und 11-fach Grammy-nominierter Aufnahmetechniker im Bereich der klassischen Musik


GRAMMY AWARD

2011 Best Surround Sound Album (für Gesangs- und Orchestermusik-Alben) bei den 53. Annual Grammy® Awards

  • Britten's Orchestra von Reference Recordings (Mehrkanal)(Hinweis: Die Aufnahme dieser Aufführung ist in einer Vielzahl von Formaten verfügbar: SACD / hybrid / Mehrkanal, PCM-basierte Zweikanal-CD, 44,1/16 and 88,2/24-Downloads von HDTracks und als 176,4/24 HRx DVD-R-Master von Reference Recordings. Irgendwann soll auch die 176,4/24-Surround-Version verfügbar sein.)

GRAMMY-SIEGER, die von Keith O. Johnson aufnahmetechnisch ausgeführt wurden

  • ARGENTO: Casa Guidi (Reference Recordings RR-100) mit Eiji Oue und dem Minnesota Orchestra (2003). [Außerdem wurden die Mezzosopranistin Frederica von Stade in der Kategorie "Beste Gesangsleistung" und der Komponist Dominick Argento in der Kategorie "Beste Neuklassik-Komposition" nominiert]
  • BRUCKNER: Symphonie Nr. 9 (Stanislaw Skrowaczewski / Minnesota Orchestra)
    (Reference Recordings RR-81)

GRAMMY®-NOMINIERUNGEN (Kategorie"Beste aufnahmetechnische Ausführung / klassische Musik"), bei denen Keith O. Johnson die aufnahmetechnische Ausführung innehatte:

  • RACHMANINOFF (Reference Recordings RR-96) mit Eiji Oue und dem Minnesota Orchestra (2001)
  • RESPIGHI mit Eiji Oue und dem Minnesota Orchestra
    (Reference Recordings RR-95) (2000)
  • MALCOLM ARNOLD OVERTURES (London Philharmonic Orchestra, dirigiert vom Komponisten)
    (Reference Recordings RR-48)
  • BOLERO (Eiji Oue / Minnesota Orchestra)  (Reference Recordings RR-92)
  • STRAVINSKY: The Rite of Spring, The Song of the Nightingale und The Firebird Suite (Eiji Oue / Minnesota Orchestra)
    (Reference Recordings RR-70)
  • CHICAGO PRO MUSICA (Kategorie "Bester Neuklassik-Interpret")
    (Reference Recordings RR-2102)

 

Prof. Keith O. Johnson
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