Der größte Vorteil des Martin Logan Lautsprecherkonzeptes erklärt sich eigentlich von selbst, wenn man auf die Technik herkömmlicher Produkte des Marktes blickt. Der Elektrostat braucht keine Frequenzweiche überhalb von 250 Hz, da hierfür nur ein Wandler nötig ist: Der elektrostatische Stator.
Zuerst muß man berücksichtigen, daß Musik nicht aus separaten Höhen, Mitten und tiefen Frequenzen besteht. Tatsächlich ist Musik eine einzige komplexe Wellenform aller Frequenzen, gegenseitig überlagert. Der elektrostatische Wandler ist sozusagen das genaue Gegenteil des für die Aufnahme verwendeten Mikrophons. Auch dieses besitzt nur ein einzig übertragendes Element, welches die akustische Energie in elektrische Energie umwandelt. Auf Grund der Begrenzung elektromagnetischer Wandler, denn keine einzige Einheit kann den vollen Frequenzbereich übertragen, müssen mehrere für spezielle Bereiche konzipierte Chassis elektronisch miteinander so kombiniert werden, daß sie in der Summe den ganzen Frequenzbereich übertragen. In der Theorie klingt das sehr einfach, die Realität birgt aber viele Kompromisse.
Um mehrere Übertrager miteinander zu vereinen, muß eine Frequenzweiche ein komplexes Musiksignal in separate Bereiche aufteilen, üblicherweise Höhen, Mitten und Tiefen. Unglücklicherweise entstehen innerhalb der Frequenzweiche und der Wiedervereinigung des Signals Phasenverschiebungen, Unlinearitäten und Verzerrungen gerade im kritischen Hörbereich oberhalb von 250 Hz.
Der Elektrostat kann oberhalb dieser 250 Hz alle Frequenzen mit einem Wandler wiedergeben und die Probleme von Frequenzweichen damit geschickt umgehen. Ergebnis ist eine dramatische Verbesserung der Abbildungsleistung, auf Grund der extremen Phasengleichheit des Elektrostatenpanel.




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