
Musik oder Marketing
Was macht einen faszinierenden Lautsprecher aus? Ist es seine Ästhetik, sein edles Furnier, seine Testberichte oder ist es letztendlich seine Fähigkeit Ihnen ein live-haftiges Musikerlebnis in das Wohnzimmer zu zaubern. Für mich ist letzteres die einzige und auch bleibende Faszination.
Ein Lautsprecher ohne Kompromisse, ein Wandler ohne WENN und ABER:
Kein Schöngeist - sondern ein Realist, kein Leisetreter - sondern ein Dynamiker,
kein Lautsprecher - sondern Musik, kein Marketing - sondern ein Wilson Audio Lautsprecher.
Wilson Audio Lautsprecher sind Wandler ohne Kompromisse. Keine Modellpalette wie die Orgelpfeifen von A - Z, keine Modeerscheinungen die dem Designtrend der Massen folgen.
Für Wilson Audio folgt das Design der Funktion: die Musikwiedergabe!
Nicht nur ein Geschäft, vielmehr eine Vision.
Wilson Materialien
Ein Geheimnis der Besonderheit von Wilson Audio Lautsprechern liegt in der Verwendung von besonderen Gehäusematerialien. Es wird extrem über Treiber und deren Materialien gesprochen, ob Berylium, Diamant oder vieles andere mehr. Aber über Gehäusematerialien wird kaum ein Wort verschwendet. Es werden eigentlich ausschließlich Materialien verwendet, die niemals für den Lautsprecherbau entwickelt wurden und jedermann sogar im Baumarkt kaufen kann:
MDF, Holz, Aluminium oder auch Carbon.
Holz z.B. ist niemals ideal, sondern hat sogar einen eigenen Klang (für Instrumente sogar erwünscht), da es eine Faserrichtung hat und sich in diese Richtung mehr ausdehnt.
Aluminium ist steif, hat aber keine besonders gute innere Dämpfung. Niemand lässt ein Material anfertigen, das ideal für ein Lautsprechergehäuse ist - außer eben David Wilson.
Die Vorgabe für ein perfektes Material wäre so David Wilson:
- Das Gehäuse müsste hart sein, wie ein Diamant (Nachteil: unbezahlbar), um keinerlei Energie zu schlucken – d.h. der Lautsprecher ist schnell und präzise.
- Das Gehäuse müsste selbst eine innere Dämpfung haben, wie ein Gummi (Nachteil: aus Gummi hätte der Lautsprecher keine Dynamik).
Eine Kombination aus beiden wäre das ideale Material. Das hat David Wilson mit seinen X/M Materialien entwickelt. Es sind Phenolharze mit verschiedenen Mineralien, je nach Anwendungsbereich gefüllt. Dafür hat Wilson Audio ein eigenes Mess- und Entwicklungslabor.
Anfangs wurde für den Watt / Puppy 3 Keramik als Material für den Watt und MDF für den Puppy verwendet. Erst über die Jahre hinweg hat Wilson seine eigenen Materialien entwickelt und es gibt heute keinen einzigen Wilson Lautsprecher in dem irgendetwas aus MDF oder Holz besteht.
X ist das härteste Material und wird für Bodenplatten und Bassfronten eingesetzt.
M ist mit anderen Dämpfungseigenschaften und wird für Mittel / Hochton verwendet.
Zudem gibt es sogar unterschiedliche M - Materialien, abhängig vom Lautsprechermodell und Einsatzbereich, z.B. hat das Gehäuse für den Bass eine Resonanzfrequenz über dem Bereich in dem der Tieftöner spielt und ein Gehäuse für einen Mitteltöner hat eine Resonanzfrequenz unterhalb des Bereichs in dem dieser spielt.
Ein Quadratmeter von M/X-Material ist in etwa 15 - 20mal teurer als ein Quadratmeter MDF. Das kann jeder nachvollziehen, denn MDF gibt es in jedem Baumarkt und das Wilson Material liegt auf dem Niveau von Keramik (ähnelt auch diesem in manchen Bereichen).
Ein weiterer Vorteil des X-Materials ist, dass man direkt Gewinde in das Material schneiden kann. Es werden keine Metallgewinde eingesetzt, wie sonst bei anderen Herstellern üblich und der Spike sitzt nicht "Metall auf Metall". Bei Wilson ist der Spike direkt mit dem dämpfenden Wilson Material verbunden.
JEDES Gehäuse von Sophia bis Alexandria lagert nach dem Kleben 3 Monate!
Weiche
Da werden so oft Frequenzweichen abgebildet. "Toller Aufbau" heißt es... und dann sieht man auf einer leicht anzuregenden Platine frei bewegliche Bauteile und das ganze ist meistens noch hinter dem Tieftöner montiert. Hier stellt sich doch zwangsläufig die Frage, ob das moderner Lautsprecherbau ist.
Eine Wilson Weiche sitzt in einem dämpfenden Gehäuse, das auch komplett abgeschirmt ist (ich glaube, es ist ein Mu-Metall). Dann wird das ganze vergossen, so dass es nicht mehr schwingen kann. Diese Weiche wird dann in einer vom Lautsprecher komplett getrennten Kammer auf eine Antiresonanzplatte montiert. Aus der Weiche kommen direkt vergoldete Kupfer-Klemmen, auf denen ein Kabelring (nicht Schuh) sitzt - dieser wird mit zwei Muttern geklemmt und dann noch verlötet.
Dieser Aufwand - für guten Klang ein MUSS - wird in allen Wilson Lautsprechern so betrieben. Kein Kompromiss!
Die Wilson Terminals sind Eigenbau und hohl gebohrt. Sie sollen so den Querschnitt und Aufbau des Kabels fortführen.
Bespannung
Selbst die Wilson Bespannung besteht aus einem eigenen Material. Es ist aus dem Vollen gefräst (leicht zu erkennen) und der Klettverschluss ist die einzige Möglichkeit diese Bespannung absolut resonanzfrei zu befestigen. Alle Bespannungen klingen nicht wegen dem Stoff schlechter, sondern weil sie auf der Lautsprecherfront resonieren.
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Bitte mal ausprobieren und daran klopfen und Sie hören sofort die Geräusche der Bespannung.
Treiber
Für Wilson ist nicht der Treiber alleine das entscheidende, sondern das Zusammenspiel aller Treiber. Lieber arbeitet David Wilson mit einem Treiber und dessen Verhalten den er viele Jahre kennt, bevor er schnell zu einem wieder neuen Material wechselt, z.B. hat er die Carbon/Kevlar Euphorie völlig ausgelassen. Zu Recht, heute spricht keiner mehr davon, da das Material für Treiber nicht besonders geeignet ist, - man sieht es kaum mehr.
Alle Chassis haben aber nach Wilson's Angaben sehr lange Spulen und Magnete, für perfektere Führung, viele auch Doppelmagneten (sogar hintereinander in den teureren Modellen).
Aufstellung - Keine Kompromisse
Eine der größten Unwahrheiten im High End Bereich ist die Aussage:
"Dieser Lautsprecher ist leicht aufzustellen".
Ein Raum hat seine akustischen Eigenschaften und diese gelten für alle Lautsprecher. Je besser ein Lautsprecher ist, desto wichtiger ist die richtige Position im Hörraum. Steht ein Lautsprecher falsch im Raum kann er sein Potential nur zu einem gewissen Prozentsatz ausschöpfen und ein raumakustisches Treatment verbessert diesen Verhalt nicht, sondern macht den Fehler nur erträglicher.
Auch in einem perfekten Hörraum muss ein Lautsprecher perfekt positioniert werden. Das ist umso wichtiger je besser ein Lautsprecher ist.
Schon deshalb ist es für einen Wilson Lautsprecher extrem wichtig.
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